Mittwoch, 19. März 2008

Rule 69 closed down... So long, and Thanks...

Es mag so aussehen, dass Unsportlichkeit nun erlaubt sei, aber dem ist wohl doch nicht so.

Magnus Wheatley hat sein Rule 69 Blog vorerst geschlossen. Seine kompromisslose Berichterstattung war sehr erfrischend und der letzte Post verrät, was einen in dieser unserer Segelwelt dazu treiben kann, das Handtuch zu werfen:

"I've taken some time to think about it but this is the last post on this blog and the site will be taken down on Monday 17th March. I just feel that we've taken it as far as we can and that on the Internet you have to stay relevant and on the ball before you sound hackneyed and worn out. I'll probably be back but for now, that's it. The sailing scene is pretty dull right now and at the top end which I enjoy, it's just a ridiculous farce on the verge of irreparable damage. Shame, but that's the way it goes...if it re-ignites spectacularly then I might come back..."

Mehrere Syndikate vor die Wand gefahren und jetzt ein groteskes Mega-Kat-Shootout zwischen zwei Egomanen:

So Long, and Thanks for All the Fish.
- Douglas Adams, The Hitchhiker's Guide to the Galaxy

[Quelle: www.rule69blog.com]

Montag, 3. März 2008

Maktoum Sailing Trophy 2008 - Segeln im Emirat

Von den meisten Veranstaltungen haben die meisten meistens schon gehört, und da kommt ein Bericht aus einem Land, wo sich der Regattasport noch im Aufbau befindet, hoffentlich gelegen. Die Publikumsmagneten waren sicherlich Marcus Wieser, Russell Coutts, James Spithill, Dean Barker & Co. im Gold Cup der RC 44-Klasse.

[Fotos: Jacques Vapillon]

Nach einem Match Race in zwei Archambault 35 ging es dann zum Fleet Racing. Die deutsche Beteiligung zeigte sich in Form des Team NRV und schlug sich auf einer von Scheich Khalid bin Zayed al Nehayan zur Verfügung gestellten Beneteau 7.5 mit solchen Unannehmlichkeiten wie grünem Wasser und Sonnenschutzfaktor und einem schlagenden Hubkiel herum, hier ein Schnappschuss zwsichen den Wettfahrten. Es wurde kräftig für den Jugendaustausch gekämpft, mit dem 13jährigen Steuermann Florian Haufe, der sonst so formidabel seinen Opti um die Tonnen jagt. Zum Wetter kein weiterer Kommentar, bei uns räkelte sich Sturmtief Emma, dass das Team beim Flug nochmal kräftig durchbeutelte.


[Foto: Robert Stark, Marinepool]

[Quelle www.maktoumsailingtrophy.com]

Donnerstag, 21. Februar 2008

Baltic Sprint Cup 2008 - Meldeliste wegen Überfüllung geschlossen

Wann hatten wir zuletzt den Fall, dass sich deutlich mehr Yachten zu einer Regatta in der Ostsee melden, als erwartet wurden? Was macht den Baltic Sprint Cup 2008 anders?

1. Abenteuer I: 5 Länder werden bereist.

2. Abenteuer II: 710 Meilen in 4 Wettfahrten statt "Offshore"-Daysailing

3. breit gefächerte Kundschaft: von der Familiencrew bis zum sportlichen Amateur fühlen sich alle vom Konzept angesprochen, vom Waarship über zwei Rogers 46 bis hin zu Tilmar Hansens "Outsider", und das aus 5 Nationen.

4. Ökumene: 21 Yachten in der IRC-Racer-Klasse, 24 Cruiser in ORC-Club, 5 noch unentschieden. Unbeirrt von allen unsäglichen und schädlichen Formeldiskussionen und Exklusivveranstaltungen, die den spannenderen Teil der ambitionierten Hochseeflotte schlicht ausgrenzen, bietet der Baltic Sprint Cup das an, was die Segler wollen. Und prompt wird ihm die Bude eingerannt.

Ein sehr schönes Beispiel, wie man bei uns die Felder füllen kann.

Mittwoch, 13. Februar 2008

Hull Factor - das IRC-Thermometer

Über den "Hull Factor" (HF) im IRC-Rating wird viel diskutiert, meistens eher gerätselt. UNCL und RORC Rating haben nun ein kurzes Statement veröffentlicht, um Sinn, Zweck und Herkunft des Hull Factors und seine Auswirkungen das Rating zu erläutern.
Es wird dem verbreiteten Irrtum begegnet, dass der HF das Rating entscheidend bestimmt. Tatsächlich liegt sein Einfluss bei unter 0,005 im TCC.
Und ebenso wird der Vermutung entgegengetreten, dass HF ein subjektiver Faktor sei und die Formel zum Handicapsystem mache. Viel Spaß beim Lesen.

Hier der Artikel "Hull Factor - the IRC Thermometer" von Jean Sans und Mike Urwin als .pdf-Download.
Demnächst auch in deutscher Übersetzung.

[Quelle: RORC Rating]

Freitag, 8. Februar 2008

Wer hat an der Uhr gedreht?

IMS heißt jetzt ORC International und verspricht, schnelle Boote fairer zu bewerten. Soweit gut.

Was das IMS im neuen Gewand (entgegen einiger Gerüchte gehen die Neuerungen tatsächlich über die grafische Gestaltung des Messbriefes hinaus) auf den Ergebnislisten ändert, haben ein paar Schweden flugs ausgerechnet. Wie angekündigt, werden die Boote grundsätzlich "schneller", also etwas oder etwas mehr mit zusätzlichen Sekunden pro Meile bestraft. Wenn man sich die Änderungen anguckt, erkennt man schnell die neue Verteilung und die Idee dahinter.
Es wird manche Überraschung geben, wenn die ersten Ergebnislisten in dieser Saison ausgehängt werden. Was pro Sekunde im GPH ungefähr zu erwarten ist, verrät die Tabelle:

BOOTSTYPÄnderung GPH in Sekunden
J 125- 1,5
TP 52- 0,8
GP 42+ 0,3
J 120+ 1,4
ILC 40+ 1,8
Farr 40+ 2,0
J 92 S+ 2,2
J 133+ 2,4
Mumm 36+ 2,7
GP 26+ 3,0
Marten 49+ 3,2
Archambault 35+ 3,4
X 362+ 3,8
Grand Soleil 42 R+ 4,1
IMX 38+ 4,3
Sinergia 40+ 4,3
X 41+ 4,3
J 109+ 4,4
Dehler 39+ 4,4
J 145+ 4,6
IMX 40+ 5,2
X 35+ 5,3
First 40.7+ 5,3
X 412+ 5,4
X 482+ 5,6
First 44+ 5,9
Grand Soleil 37+ 6,2
X 332+ 6,5
Dufour 40+ 6,5
First 36+ 6,7
DK 46+ 6,8
IMX 45+ 7,0
X 46+ 7,0
Grand Soleil 44+ 7,5
Dehler 33+ 7,9
Grand Soleil 40+ 8,0
Elan 295+ 9,1
Beneteau 25+ 9,5
Luffe 37+ 10,0

Montag, 21. Januar 2008

Neue Köpfe im RORC-Management

Eddie Warden Owen ist der neue Chief Executive Officer des Royal Ocean Racing Club (RORC). Er bringt 25 Jahre Hochseesegelerfahrung, unter anderem beim Admirals Cup, Southern Cross Cup, Fastnet Race and Middle Sea Race mit, sowie Erfahrungen aus 7 America's Cups, zuletzt als Coach des spanischen Teams, Desafio Espanol 2007.
Nach der Umstrukturierung des Clubs ist die Position des CEO diejenige, die vorher vom General Manager bekleidet wurde. Peter Wykeham-Martin war hier zuletzt kommissarisch am Ruder.

Ian Loffhagen, seit 7 Jahren Deputy Racing Manager des RORC, rückt nun zum Racing Manager auf und löst damit Janet "Jan" Grosvenor ab, die aber dem Club u.a. für den Commodores' Cup erhalten bleibt. Ian's zukünftige rechte Hand wird noch gesucht.

Ausführlicher Bericht und Interviews unter www.rorc.org

[Quelle www.rorc.org]

Dienstag, 15. Januar 2008

Key West Panel Discussion: Rating Rules - Single Number or Matrix - Science or Séance?

Acura Key West 2008 bietet neben Regatten auch ein umfangreiches Landprogramm mit Vorträgen, Seminaren und Diskussionen.

Darunter wird am 24. Januar in Key West (USA) eine Paneldiskussion mit hochkarätiger Besetzung um die aktuellen Vermessungssysteme geführt: "Rating Rules - Single Number or Matrix - Science or Séance?".

Moderiert wird von Dobbs Davis, dem Herausgeber von Seahorse International.
Am Paneltisch streiten sich:
Wolfgang Schäfer (ORC Deputy Chairman)
Nicola Sironi (ORC Chief Measurer)
Barry Carroll (US IRC Technical Director)
Steve Benjamin (North Sails)
Bruce Bingman (Chairman, PHRF Consortium)
Jim Teeters (ORR)
Dan Nowlan (US Sailing Offshore Director)

Es soll diskutiert werden, ob die Wissenschaft fortgeschritten genug ist, um die Leistung eines Bootes in einem Matrix-System zu beschreiben, oder ob es zu komplex ist. Sind Single-Number-Systeme ein sinnvoller Kompromiss, oder zu einfach, um die Leistung auf verschiedenene Kursen und unter unterschiedlichen Bedingungen zu beschreiben?
Unter anderem soll aufgezeigt werden, welchen Einfluss die verschiedenen Berechnungssysteme PHRF, IRC, ORR und ORC International auf den Ausgang der dann gerade gesegelten Key West Regattaserie gehabt hätten.

Es ist hoffentlich aufschlussreich und heilsam, wenn dort öffentlich diskutiert wird, wo die Vor- und Nachteile tatsächlich liegen, damit Eigner und Crews ein Gefühl dafür bekommen, wonach sie am liebsten segeln wollen.

Der Aufruf im Ankündigungstext heißt: "Join us and our expert panelists for what promises to be a lively discussion ..."
Vermutung: das wird heiß, extrem interessant und wahrscheinlich streckenweise komisch. Viel Grips und viel Sendungsbewußtsein treffen dort aufeinander.

[Quelle Acura Key West 2008]